Drogen + Auto

Wer mit Drogen im Auto  angetroffen wird,  wird in aller Regel  auch  bald etwas von seiner Führerscheinstelle hören. Ob eine  gerichtliche Strafe verhängt wird ist garnicht so entscheidend.

Ob eine MPU angeordnet wird, hängt von den Umständen und von den  Substanzen und  der Konzentration im Urin oder Blut ab.

Bei niedriger Konzentration ( ca. 1,0 ng /ml) könnte  ein " Ärztliches Gutachten " eingefordert werden   oder siehe Unten " Einmaliger Konsum- Trennen können ".

 

Es ist auch nicht wichtig , ob die Drogen auch  im Körper nachgewiesen werden , oder ob die BTM-Substanzen  "nur" im Fahrzeug gefunden werden oder bei Fußgängern in der Hosentasche.

 

Es ist  auch nicht selten , dass jemand von einem " Dealer"  verraten wird- also   aktiv garnicht im Straßenverkehr aufgefallen ist, trotzdem steht die MPU ins Haus.

Ein Fahrzeug ist auch ein Fahrrad .

Drogen+ Radfahren

Der Führerschein ist auch mit dem Fahrrad in Gefahr, wenn der Lenker vorher Drogen konsumiert hat .

Die Folge ist auch hier eine MPU- Anordnung .

 

 

 

 

 

 

 

Drogen Abstinenz

Es gilt  Ähnliches  wie für Alkohol Nachweise .

Es geht Urinscreening  oder Nachweise über Haarproben  .

Die Haarproben können bis zu 6 cm  Haarlänge haben und gelten dann für 6 Monate.

Abstinenznachweise nach Therapie

Nach Ende der  stationären Therapie  beträgt die  Zeit für den Abstinenznachweis  auf Illegale Drogen  mind.12 Monate.

Bei einer offenen Therapie müssen die Umstände genau  betrachtet werden, ob davon etwas angerechnet werden kann.

Die  Drogenkontrollen in der Therapie sind meist für die MPU nicht geeignet.

Ähnliches gilt auch für die Zeit nach einer Haftstrafe.

 

Ungünstig ist die Situation , wenn   die MPU direkt  nach einer langfristigen ambulanten Drogenberatung  gemacht wird.

Einmaliges Fahren unter Cannabis- "Trennen können"

 Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat  mit Urteil vom 25.4.17 in Frage gestellt, ob nach einmaligen Fahren unter Einfluss von Cannabis immer der FE-Entzug  angeordnet werden  muß.  ( AZ . 11BV 17.33)

Das Gericht hält es  , entsprechend den Umständen auch für möglich , dass zukünftig Cannabiskonsum und Fahren  von dem Konsumenten getrennt werden könnte.

Dies führt bei den Führerscheinstellen zu einer  etwas speziellen MPU- Fragestellung:

Kann Herr XY den  Cannabiskonsum  vom verantwortungsvollen Fahren trennen ?-  Ein Abstinenznachweis ist nicht gefordert".

Diese Frage- die speziell bei THC -Konsumenten mit geringen Werten gestellt wird -  führt oft zu der irrigen Meinung , dass Abstinenz und deren Nachweis  nicht mehr nötig wäre.

In der MPU  wird der Psychologe aber gemäß den Richtlinien immer auf einem Abstinenznachweis bestehen .... und somit ist die MPU  auch meist " für die Katz ". 

In den allermeisten Fällen wird es nicht gelingen , das Trennen von Konsum und Fahren in der MPU glaubhaft darzustellen, denn nur für diesen Fall wäre ja ein Abstinenznachweis nicht gefordert.

In diesen Fällen wird auf eine " Ärztliches Gutachten" im Vorfeld verzichtet.