Wieviel Alkohol darf sein ?

Grundsätzlich  sollte  hinter dem Steuer 0,0 ‰ Alkohol sein.

 

Rechtlich sind  bis 0,3 Promille  straffrei möglich   = 20 g Alkohol = ca. 1 Flasche 0,5 l Bier

  • Ab  0,5 Promille ist immer eine Ordnungswidrigkeit   angesagt  -  Geldstrafe , Punkte etc. ( = ca 40-50 g Alkohol = 2- 3 Flaschen Bier ; Frauen sollten deutlich weniger Trinken)
  • Über  1,1 Promille ist es  immer eine Straftat  .  Damit ist der Führerschein für ca 8 Monate weg und eine Geldstrafe  + Punkte sind  auch noch auf dem Konto.
  • Ab  1, 6 ‰ Alkohol  wird der Führerschein sofort einbehalten  und es wird  später eine Geldstrafe und  dann eine MPU angeordnet  --- die MPU nicht nicht verhandelbar , das ist ein MUß !!
  • Für die Probezeit gilt immer 0,0 Promille.

 

Wann genau MPU nach Alkoholfahrt ?

Wer alkoholisiert am Steuer sitzt  gefährdet seinen Führerschein.

Richtig ernst wird es, wenn 

  •  zweimal eine  Alkoholfahrt aktenkundig wird,
  •  wenn  es über 1,6 Promille waren
  •  wenn  es auf dem Fahrrad  über 1,6 Promille waren
  •  wenn nach  MPU innerhalb von 10 Jahren der Fahrer wieder auffällig wird
  •  oder wenn in die Probezeit eine Alkoholfahrt fällt.

Dann ist in aller Regel eine MPU vorgeschrieben

 

Alkohol:Führerscheinverlust auf Raten

Manchmal passiert der Führerscheinverlust auf Raten:

1.Akt)  Oftmals   wird ja  jemand mit 0,7 Promille AAK angehalten - das entspricht ca 2-4  Flaschen Bier 

             ( ca 60-70 gr Alkohol). Die Folge ist Geldstrafe v. ca 500 Euro und  ein Fahrverbot für einen Monat

2.Akt)   Nach einiger Zeit  - oft sind es einige Jahre - ist wieder eine  Polizeikontrolle .

             Ergebnis  : 1,0 Promille oder  0,5 mg/l  AAK.

 

Jetzt folgt wieder vom Gericht eine Geldstrafe von bis zu 1000 Euro  und jetzt z.B.:

  3 Monate ohne Führerschein.

 

Nur kommt dann auch die Führerscheinstelle ins Spiel und gibt

  • a) evtl den Führerschein nach der Frist wieder heraus , verlangt aber innerhalb von 6 Wochen eine positive MPU. 
  • Oder die Führerscheinbehörde verlangt gleich ein MPU-Gutachten vor der  Ablauffrist der  3 Monate.
  • oder die Führerscheinstelle sagt vorher nichts , aber sie gibt den Führerschein auch nach der Frist nicht wieder heraus  und verlangt dann so beiläufig eine MPU.

 

3.Akt)  Jetzt  kommen die Fahrer ins Schwitzen und gehen unvorbereitet sofort zur MPU ( Kapitaler Fehler) und  erhalten meist  kein  positives Gutachten und somit keine Herausgabe des Führerscheins.

Die  Alkoholfahrten werden über 10 Jahre lang gespeichert und im Verwaltungsverfahren verwendet.

 

Auch ein alkoholisierter Radfahrer ....

Wer mit 1,6 Promille- oder mehr- noch auf dem Fahrrad fährt   ( nicht schiebt)  verliert nach einem Gerichtsverfahren seinen Auto- Führerschein

und muß zur MPU .

Wenn Sie dazu gehören, fragen Sie bitte Ihren Verkehrsanwalt oder bei uns nach . Gerade diese Situation kann man sehr  " kreativ" gestalten -   wir können Sie beraten.

Ob Sie  mit 1,6 Promille als Radfahrer auch einen Abstinenznachweis über 1 Jahr brauchen, kommt auf die Umstände an. Nicht in jedem Fall wird  der Nachweis bei der MPU gefordert.

Bitte beachten Sie , dass Sie auch als Radfahrer Bußgeld und Punkte in Flensburg  für z.B.  0,6‰  ( = ca 3 Flaschen Bier ) bekommen können.

(Ein Mann mit 75 kg Gewicht erreicht 1,6 Promille nach  ca 7-8 Flaschen Bier.)

( Text: Polizeibericht in "Fränk.Tag" )

 

 

MPU nach Entzug?

Nach der stationären Alkohol-Entzugstherapie   muß mindestens  eine Abstinenzzeit von deutlich mehr als 12 Monaten belegt sein.

Das bedeutet , dass eine Zeit von ca 14-16  Monaten mit den Nachweisen  ausreichen würde , um eine  MPU anzugehen.

Eine stationäre Entgiftung (Kurzform:  C2-Therapie) und eine anschließende REHA in einer Einrichtung  deuten immer auf eine Alkohol-Abhängigkeit hin - deshalb  ca. 14 Monate. 

Hierfür ist auch eine Kopie des Arztbriefes aus der REHA wichtig.